- Per 1. November 2009 hat die Leitung der Universität Bern Frau PD Dr. Fiona Burkhard den Titel einer assoziierten Professorin verliehen. Es ist das erste Mal, dass eine Schweizer Urologin zur Professorin gewählt wird.
- Anfangs Dezember 2009 veranstalteten wir bereits zum vierten Mal ein Operationsseminar für italienische Urologen. Italienische Urologen und zahlreichen Gästen aus der Schweiz wurde die Gelegenheit geboten, live übertragene Eingriffe (Radikale Zytektomie, Zystektomie mit Anlage einer Ersatzblase, Harnröhrenplastik) mitzuverfolgen. Dazwischen präsentierten Professor Dr. Urs E. Studer und sein Team Tipps und Tricks zur radikalen Prostatektomie und der Entfernung der Harnblase mit Anlage einer Ersatzblase aus Dünndarm.
- Vom 27. Februar bis 1. März 2009 fand das International Urology Forum Meeting in Bern statt. In diesem Rahmen erteilten drei der weltbesten, laparoskopischen Uro-Chirurgen an unserer Klinik einen Teaching-Kurs über Fortschritte in der laparoskopischen Operationstechnik.
- Am 9. Februar 2009 behandelte das Schweizer Fernsehen in der Sendung Puls das Thema "Behandlung bei Prostata Krebs - Wie es nach der Vorsorgeuntersuchung weitergeht". Prof. Dr. Urs E. Studer stand dabei als Experte im Studio zur Verfügung und erläuterte die verschiedenen Therapieoptionen. Hier gelangen Sie zur Sendung im Archiv des SF:
http://www.sf.tv/sf1/puls/merkblatt.php?docid=20090209-4
- Anfangs Dezember 2008 veranstalteten wir bereits zum dritten Mal ein Operationsseminar für italienische Urologen. Gegen 25 italienische Urologen und zahlreichen Gästen aus der Schweiz wurde die Gelegenheit geboten, live übertragende Eingriffe (Radikale Prostatektomie, Zystektomie mit Anlage einer Ersatzblase, End-zu-End Anastomose) mitzuverfolgen. Dazwischen präsentierten Professor Dr. Urs E. Studer und sein Team Tipps und Tricks zur radikalen Prostatektomie und der Entfernung der Harnblase mit Anlage einer Ersatzblase aus Dünndarm.
- Im Januar 2008 hat die Max und Hedwig Niedermaier-Stiftung, eine Stiftung zur Unterstützung der urologischen Forschung, einen For-schungsbeitrag von CHF 40'000 für ein Projekt von Dr. Frédéric Birk-häuser gesprochen. Dr. Frédéric Birkhäuser untersucht im Forschungs-labor unserer Klinik die Folgen einer Entfernung von Samenblasen und der Prostata auf die Libido. Damit sollen Erkenntnisse im Hinblick auf den Erhalt der Samenblasen bei der operativen Entfernung der Prostata gewonnen werden.
- Am 7. September 2007 wurde Prof. Dr. George N. Thalmann vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) in den Forschungsrat der Abteilung Biologie und Medizin gewählt. Durch den Forschungsrat werden die Forschungsgelder des SNF verteilt.
- Am 7. Mai 2007 behandelte das Schweizer Fernsehen in der Sendung Puls das Thema "Blasenkrebs - hoffentlich früh genug entdeckt". Prof. Dr. Urs E. Studer stand als Experte im Studio zur Verfügung und Patienten unserer Klinik berichteten in Filmsequenzen über ihren Umgang mit der Diagnose Blasenkrebs und ihre Erfahrungen nach der Anlage einer Ersatzblase.
Hier gelangen Sie zur Sendung im Archiv des SF:
http://www.sf.tv/sf1/puls/merkblatt.php?docid=20070507_2
- Als erstes Schweizer Spital hat das Inselspital den vierarmigen Operationsroboter "Da Vinci S" für die sogenannte "Schlüsselloch-Chirurgie angeschafft. Der Roboter wird zunächst auf der Urologischen Klinik eingesetzt. Drei Kaderärzte, Prof. Dr. Urs E. Studer, Prof. Dr. George N. Thalmann und Frau PD Dr. Fiona Burkhard, haben sich im Ausland am neuen Gerät für Eingriffe an Niere, Blase und Prostata ausgebildet. Während der Chirurg an einer Steuerkonsole die gewünschten Bewegungen ausführt, setzen die Roboterarme diese im Operationsgebiet in Echtzeit um. Vorteile für den Patienten sind weniger Schmerzen, kleinere Narben und teilweise kürzere Spitalaufenthalte.
- Am Jahreskongress der SGU (Schweizerische Gesellschaft für Urologie) vom 3. - 5. September 2009 in Lausanne, wurde Prof. Dr. Urs E. Studer zum Ehrenmitglied ernannt.
- Ende September 2009 hielt Prof. Dr. Urs E. Studer am Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) eine State of the Art Lecture zum Thema "Nachsorge nach Harnableitung".
Prof. Dr. George N. Thalmann präsentierte in Vorträgen und Posterpräsentationen die neusten Forschungsergebnisse unserer Klinik.
- Ende Oktober 2009 wurde Prof. Dr. Urs E. Studer vom China-Japan Friendship Hospital, Beijing, die Ehrenprofessur verliehen. Im Rahmen seines Besuches führte Prof. Dr. Urs E. Studer sowohl dort, wie auch am Chinese PLA General Hospital je eine live übertragene Zystektomie mit Anlage einer ilealen Ersatzblase durch.
Personen von rechts nach links:
Prof. Zhang Xu, Director of Urology, People Liberation Army Hospital, Beijing,
Prof. Dr. Urs E. Studer, Klinik und Poliklinik für Urologie, Bern,
Prof. Wang Xiang, Chairman Department of Urology, Chinese-Japanese Friendship Hospital, Beijing,
Andrea Schenkel, Operationsschwester, Klinik und Poliklinik für Urologie, Bern
- Auf Einladung der Société Internationale d'Urologie (SIU) hielt Prof. Dr. Urs E. Studer anfangs November 2009 an deren Jahreskongress in Shanghai Vorträge über die Behandlungsmöglichkeiten bei Blasenkrebs sowie die verschiedenen Techniken der Harnableitung nach Zystektomie.
- Auch am weltweit grössten urologischen Kongress, dem Annual Meeting der American Urological Association (AUA) vom 25. - 30. April 2009 in Chicago, Illinois, ist unsere Klinik mit mehreren wissenschaftlichen Beiträgen vertreten. Vorgestellt werden neue Erkenntnisse in der Behandlung von Blasen- und Prostatakrebs sowie Forschungsergebnisse der Gruppe von Prof. Dr. George N. Thalmann zum Prostatakarzinom.
Prof. Dr. Urs E. Studer leitet u.a. den Fortbildungskurs für amerikanische Urologen über die potenzerhaltende radikale Zystektomie und Rekonstruktion der Harnblase. Von der Society for Urologic Oncology (SUO) wird er mit der alljährlich verliehenen SUO Medal 2009 ausgezeichnet.
- Im Rahmen des 24. Jahreskongress der European Association of Urology (EAU) vom 17. - 21. März 2009 in Stockholm wurde Prof. Dr. Urs E. Studer zum Ehrenmitglied der Europäischen Urologengesellschaft ernannt. In der Plenarversammlung diskutierte er die verschiedenen Methoden der Blasenkrebsbehandlung.
Prof. Dr. Urs E. Studer und PD Dr. Fiona C. Burkhard hielten je einen
der vielbeachteten Fortbildungskurse zum Themenkreis Zystektomie und
Ersatzblase, resp. zur Behandlung von Beckenbodenproblemen.
In Poster- und Vortragssitzungen wurden verschiedene Studien und
Forschungsergebnisse unserer Klinik präsentiert.
- In Anwesenheit des Präsidenten der Französischen Nationalversammlung hat die Académie Française de Chirurgie am 6. Februar 2009 in Paris Prof. Dr. Urs E. Studer den "Grand Prix de Cancérologie Chirurgicale 2009" verliehen für seine Beiträge zum Fortschritt in der chirurgischen Behandlung urologischer Tumore, insbesondere beim Harnblasen- und Prostatakrebs und für die Entwicklung einer Harnblasenersatzplastik aus Dünndarm, welche mittlerweile weltweit angewandt wird. Es ist das erste Mal, dass diese Ehre einem Schweizer Chirurgen zufällt.
- Im Februar 2009 hielt Prof. Dr. Urs E. Studer auf Einladung der Indian Society of Oncology im Rahmen ihres Kongresses in Chennai, Indien, einen Vortrag zu den neusten Entwicklungen in der Behandlung von Blasenkrebs.
Anschliessend weilte er als Dr. Viendra Desai-Gastprofessor am Muljibhai Patel Urological Hospital und führte unter anderem eine live übertragene Zystektomie mit Anlage einer Ersatzblase aus Dünndarm durch.
- Auf Einladung des European Urological Scholarship Programme der EAU (European Association of Urology), führte Prof. Dr. Urs E. Studer als Visiting Professor an der Urologischen Universitätsklinik Budapest Ende Januar 2009 eine live übertragene Zystektomie mit Anlage einer Ersatzblase aus Dünndarm durch.
- Mit Unterstützung der Max und Hedwig Niedermaier-Stiftung untersucht Dr. Frédéric Birkhäuser im Forschungslabor unserer Klinik die Folgen einer Entfernung von Samenblasen und der Prostata auf die Libido. Damit sollen Erkenntnisse im Hinblick auf den Erhalt der Samenblasen bei der operativen Entfernung der Prostata gewonnen werden.
- Mit dem von der Europäischen Gemeinschaft im 6. Rahmenprogramm finanzierten, internationalen Forschungsprojekt PROMET ("Prostate cancer molecular-oriented detection and treatment of minimal residual disease") wird erstmals ein EU-Projekt von einem Wissenschaftler der Universität Bern (Prof. Dr. George N. Thalmann) koordiniert. Ziel dieses über vier Jahre finanzierten Projektes mit einer Gesamtfördersumme von EUR 4 Mio. ist es, die Biologie von Mikrometastasen und die Metastasierungsmechanismen des Prostatakarzinoms zu untersuchen, wie auch neue Detektionsmethoden und Behandlungsstrategien zu entwickeln. (www.fpb.promet.net ab April 2006)
- Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. George N. Thalmann und Dr. Marco Cecchini ist auch an zwei weiteren, europäischen Forschungsprojekten beteiligt:
Das Ziel von EMIL ("European Molecular Imaging Laboratories") ist die Schaffung eines Netzwerkes von europäischen Laboratorien, die sich mit der molekularen Bildgebung befassen, mit dem Ziel der Früherkennung und der therapeutischen und prognostischen Beurteilung von Krebs.
Das Projekt PRIMA ("Prostate Cancer Integral Management Approach") greift im Rahmen des 6. Framework der Europäischen Kommission mit dem Prostatakarzinom ein sehr wichtiges Gesundheitsthema auf und zeigt einen systemischen und wissenschaftlichen Ansatz zum besseren Verständnis der Rolle der Androgenrezeptoren und der Biologie von Skelettmetastasen beim Prostatakarzinom.
- CANCURE (www.cancure.eu.com) ist ein prestigeträchtiges, europäisches Forschungsprojekt mit dem Ziel, die Grundlagenforschung beim Prostatakarzinom zu fördern. Mitbeteiligt sind 11 Forschungsgruppen aus 7 Ländern (darunter die Forschungsgruppe von Prof. Dr. George N. Thalmann und Dr. Marco Cecchini), welche multidisziplinär zusammenarbeiten und gleichzeitig die Ausbildung der Studierenden in der Forschung durch internationalen Austausch unterstützen.
- PD Dr. Fiona Burkhard und Dr. Katya Monastyrskaya (Anatomisches Institut der Universität Bern) werden mit einem Forschungsbeitrag des Schweizer Nationalfonds unterstützt in ihren Forschungen über das chronische Beckenschmerzsyndrom "Mediators of neurogenic inflammation in the urinary tract as key factors in chronic pelvic pain syndrome/interstitial cystitis and bladder dysfunction".
- Im Journal of Urology, der bedeutendsten urologischen Fachzeitschrift weltweit, wurde eine Arbeit publiziert, welche die Langzeitergebnisse bei 600 Patienten zweier Kliniken vergleicht: am Glickman Institute der Cleveland Clinic wurden bei einer Blasenentfernung die Lymphknoten jeweils nur zum Teil entfernt, an unserer Klinik wurde eine ausgedehnte Entfernung der Lymphknoten praktiziert.
Mit der Auswertung dieser Langzeitergebnisse konnte nachgewiesen werden, dass die ausgedehnte Entfernung der Lymphknoten im Rahmen der Blasenentfernung, so wie sie seit Jahren von unserer Klinik praktiziert und propagiert wird, zu einem signifikant besseren Überleben führt, als wenn nur wenige Lymphknoten entfernt werden.
Bhatta Dhar N, Klein EA, Reuter AM, Thalmann GN, Madersbacher S, Studer UE
Outcome after radical cystectomy with limited or extended pelvic lymph node dissection
J Urol 179:873-8; 2008
- Über die Wichtigkeit einer ausgedehnten Entfernung der Lymphknoten beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom wird in einer im World Journal of Urology publizierten Artikel berichtet. Dabei betonen die Autoren deren Bedeutung insbesondere im Hinblick auf eine genauere Erfassung des Verlaufs der Krankheit (Staging) und den Entscheid einer allfälligen weiteren medikamentösen Behandlung. Gewisse Patienten mit organbegrenztem Prostatakarzinom und nur sehr kleinen Lymphknotenmetastasen können möglicherweise von einer ausgedehnten Lymphknotenentfernung profitieren.
Burkhard FC, Studer UE
The role of lymphadenectomy in high risk prostate cancer
World J Urol 26(3):231-6; 2008
- Die europäische Fachzeitschrift European Urology veröffentlichte erneut Resultate der EORTC Studie 30891. Untersucht wurden Vor- und Nachteile einer sofortigen resp. einer verzögerten Hormontherapie bei Prostatakarzinom, unter besonderer Berücksichtigung der Verdoppelungszeit des PSA-Wertes.
Verglichen wurden zwei Gruppen von je knapp 500 Männern mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom, welche entweder einer sofortigen oder einer verzögerten Hormontherapie zugeführt wurden. Es konnte festgestellt werden, dass die Männer von einer sofortigen Hormontherapie profitierten, welche ein PSA von über 50 ng/ml und eine PSA-Verdoppelungszeit von weniger als 12 Monaten hatten. Die Männer mit einem PSA von unter 50 ng/ml und einer PSA-Verdoppelungszeit von mehr als 12 Monaten verstarben eher an anderen Ursachen, als am Prostatakarzinom. Somit können der individuelle Nutzen und Zeitpunkt einer sofortigen Hormontherapie besser abgeschätzt werden.
Studer UE, Collette L, Whelan P, Albrecht W, Casselman J, de Reijke T, Knönagel H, Loidl W, Isorna S, Sundaram SK, Debois M
Using PSA to guide timing of androgen deprivation in patients with T0-4 N0-2 M0 prostate cancer not suitable for local curative treatment (EORTC 30891)
Eur Urol 53:941-49; 2008
- Im Journal of Urology stellten wir die Ergebnisse einer SAKK-Studie bei der Behandlung von Patienten mit Nicht-Seminomen in Stadium I mit hohem Rezidiv-Risiko vor. In dieser Studie wurde erstmals nur ein Zyklus einer Chemotherapie (statt wie üblich zwei) verabreicht und hierbei die selben Heilungsraten erzielt. Die Nebenwirkungen waren sehr gering. Es konnte gezeigt werden, dass ein einziger Zyklus der Chemotherapie nach BEP-Schema eine gute Alternative zur retroperitonealen Lymphknotenentfernung ist.
Westermann D, Schefer H, Thalmann GN, Karamitopoulou-Diamantis E, Fey MF, Studer UE
Long-term follow-up results of one cycle of adjuvant BEP chemotherapy in high-risk clinical stage I nonseminomatous germ cell tumor of the testis
J Urol 179:163-6; 2008
- Ein komplettes Verzeichnis der Veröffentlichungen der Urologischen Universitätsklinik Bern finden Sie unter der Rubrik "Publikationen"